Sustainable Finance

Die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und seinen Folgen ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Der Finanzmarkt ist ein besonders geeigneter Multiplikator, um mehr nachhaltiges Handeln in Realwirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Mit ihrem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums hat die EU-Kommission daher ein gewaltiges regulatorisches Vorhaben angestoßen, das sich unter dem Begriff „Sustainable Finance“ auf die gesamte Finanzmarktregulierung auswirken wird. Zahlreiche Gesetzesvorhaben sind angestoßen oder bereits umgesetzt. Unser Blog zu diesem Thema leistet durch engagierte Debattenbeiträge einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit aus juristischer Perspektive.

Alle Artikel in Sustainable Finance

„Zuckerbrot“ und „Peitsche“ beim Schutz der Menschenrechte

Die Bundesregierung plant ein Sorgfaltspflichtengesetz, das große Unternehmen zur menschenrechtlichen Sorgfalt entlang ihrer Lieferketten verpflichtet. Die Einhaltung solcher Pflichten ist zwar aufwändig, kann sich aber aufgrund der parallelen Anforderungen der Nachhaltigkeits-Taxonomie auch finanziell lohnen.

Zauberformel „ESG“: Wie Sustainable Finance auf die Realwirtschaft durchschlägt

Die Europäische Union hat unter den Überschriften „ESG“ und „Sustainable Finance“ in den letzten Monaten ein wahres Regulierungs-Feuerwerk gezündet. Zwar richtet sich das neue ESG-Aufsichtsrecht vorrangig an Finanzmarktteilnehmer (Banken, Versicherungen, Asset Manager) und Finanzberater. Letztlich zielt es aber auf die Unternehmen der Realwirtschaft ab. Die Regulierung der Finanzwirtschaft dient nur als Scharnier, um den Umbau der gesamten Wirtschaft voranzutreiben. Hierfür sollten sich alle Unternehmen frühzeitig wappnen.

Das „Art. 8*-Produkt“ – eine neue Kategorie in der ESG-Anlageberatung und -Vermögensverwaltung?

Am 9. Juni hat die Kommission eine Reihe von Entwürfen zur Änderung von Level-2-Rechtsakten veröffentlicht, die eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung vorsehen. Insbesondere sollen Anlageberater und Vermögensverwalter ihre Kunden künftig verpflichtend nach Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und diese bei ihrer Empfehlung berücksichtigen. Hieraus dürfte sich über die bisherige Nomenklatur von Finanzprodukten nach Art. 8 der Offenlegungs-VO (Produkte mit nachhaltigen Merkmalen) und Art. 9 der Offenlegungs-VO (Produkte mit nachhaltiger Finanzierungswirkung) eine neue Produktart ergeben: Das Art. 8-Produkt mit auswirkungsbezogenen Elementen.

EBA fordert “sustainable lending”

Am 29. Mai hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) neue Leitlinien zur Kreditvergabe und Kreditüberwachung veröffentlicht. Sie verfolgt dabei einen umfassenden Ansatz, indem sie neben dem Risikomanagement auch die Aspekte Verbraucherschutz, Environmental, Social and Governance (ESG) sowie Geldwäscheprävention einbezieht.

Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung legt Zwischenbericht vor

Am 5. März 2020 hat der von der Bundesregierung eingesetzte Sustainable Finance Beirat seinen Zwischenbericht veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Der Sustainable Finance Beirat berät die Bundesregierung bei der Erarbeitung eines Sustainable Finance Strategie.

Wie das klimabezogene Reporting verbessert werden kann

European Reporting Lab und Sustainable Finance Beirat legen Berichte vor. Das klimabezogene Reporting im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen der Realwirtschaft ist essentiell, wenn der Wandel zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft gelingen soll. Den Status quo dieser Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie mögliche Verbesserungsansätze haben das European Reporting Lab und der Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung in ihren Berichten dargestellt.