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Smart law nicht nur durch smarte Anwälte?

Eine Mischung aus Selbstüberschätzung und Verdrängung kennzeichnet vielfach die Reaktion von Rechtsanwälten auf LegalTech. Etwa nach dem Motto: „Digitales kann uns möglicherweise das Leben erleichtern, echte juristische Arbeit kann Software aber nicht liefern und daher werden wir durch LegalTech auch nicht bedroht.“ Oder: „Auf dem Niveau, auf dem ich arbeite, da kann mich keine Software ersetzen.“

Das „Art. 8*-Produkt“ – eine neue Kategorie in der ESG-Anlageberatung und -Vermögensverwaltung?

Am 9. Juni hat die Kommission eine Reihe von Entwürfen zur Änderung von Level-2-Rechtsakten veröffentlicht, die eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung vorsehen. Insbesondere sollen Anlageberater und Vermögensverwalter ihre Kunden künftig verpflichtend nach Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und diese bei ihrer Empfehlung berücksichtigen. Hieraus dürfte sich über die bisherige Nomenklatur von Finanzprodukten nach Art. 8 der Offenlegungs-VO (Produkte mit nachhaltigen Merkmalen) und Art. 9 der Offenlegungs-VO (Produkte mit nachhaltiger Finanzierungswirkung) eine neue Produktart ergeben: Das Art. 8-Produkt mit auswirkungsbezogenen Elementen.

Managerhaftung bei Prognoseunsicherheit: Angst oder Mut?

Geschäftsführer und Vorstände müssen in Krisenzeiten in rasanter Geschwindigkeit Entscheidungen treffen, deren Tragweite mangels entsprechender Präzedenzfälle oft nur schwer vorhersehbar ist. Es ist für Unternehmensleiter daher von essentieller Bedeutung, zu wissen, welche rechtlichen Vorgaben bei Entscheidungen mit Prognoseunsicherheit gelten. Wann müssen sie Experten einschalten und unter welchen Voraussetzungen dürfen sie auf Expertenrat vertrauen? Und was gilt, wenn selbst Experten nicht mehr weiterwissen?